K L E I N T I E R K L I N I K   R I E D

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  Dr. med. vet.  M i c h a e l   E n z f e l d e r  &  T e a m

 ALTE KATZEN UND DIE NIERE


Katzen bekommen oft eiweißreiches Futter, bei der Verdauung entstehen im Blut Abfallprodukte. Die Aufgabe der Nieren ist es, diese Giftstoffe herauszufiltern und mit dem Urin auszuscheiden. Bei der älteren Katze versagt allmählich die Nierenfunktion, bedingt durch eine Herzschwäche (Hypertrophe Kardiomyopathie der alten Katze - HCMP), erhöhter Blutdruck oder Schilddrüsenerkrankungen: Folge ist eine URÄMIE:
Die Katze fängt an, vermehrt zu trinken, sie wird 'unrein', weil auch sehr viel Harn produziert wird (Polydipsie / Polyurie = viel Trinken / viel Harnabsatz) Durch die Auswirkung der erhöhten Konzentration von 'Giftstoffen' aufs Gehirn wird die Katze müde. In fortgeschrittenen Fällen kann ein stark erhöhter Blutdruck zu Problemen wie Lähmungserscheinungen sowie Augenveränderungen führen. Auch die Verdauung der Nahrung leidet, die Katze magert ab. Trotz des vielen Trinkens trocknet die Katze aus. Verstopfung und Brechreiz können die Folge sein. Das Fell wird stumpf. Bei einer Urämie werden immer weniger rote Blutkörperchen neugebildet (Blutarmut - Anämie). Auch übler (urämischer) Mundgeruch ist eine häufige Folge.
•  Nierensymptome: vermehrtes Trinken, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Austrocknung.
•  Harn- u. Blutuntersuchung ist wichtig. Laborwerte wie Kreatinin, Harnstoff, Phosphor liefern entscheidende Hinweise.
•  Wichtig bei Katzen ab 10 Jahren: Gewicht kontrollieren u. Trinkverhalten beobachten
•  Nierendiät, kann einer nierenkranken Katze bessere Lebensqualität bringen.
Geeignet ist ROYAL CANINE RENAL DIET, die von unserer Klinik empfohlen wird Eine Urämie muss nicht immer bei alten Katzen vorkommen: Nierenbeckenentzündungen, Harnblasenentzündungen oder ein Harnstau durch eine mit Harngries verlegte Harnröhre bei kastrierten, dicken Katern kann ebenfalls Ursache erhöhter Kreatinin- oder Harnstoffwerte sein. Daher ist eine rechtzeitige Untersuchung durch Ihren Tierarzt erforderlich! Bei frühzeitiger Diagnose ist die Aussicht auf Hilfe wesentlich größer.
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